Was der Buchsbaum noch alles kann

Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist ein immergrünes Ziergehölz mit kleinen, grünen Blättern. Er gehört zur Familie der Buxacaea. Ursprünglich kommt er aus dem Mittelmeerraum. In unseren Breitengraden ist er beliebt, da man ihn standortunabhängig pflanzen kann. Selbst gegen Hitze und Sonne ist er unempfindlich, aber auch mit einem schattigen Platz ist er zufrieden. Da er sehr langsam wächst, ist er ideal für niedrige Hecken. Da der Buchsbaum immergrün ist, bietet er als Hecke einen optimalen Sichtschutz. Oftmals sieht man in Gärten oder Parkanlagen Buchsbäume, die zu unterschiedlichen Formen oder Figuren zurechtgeschnitten wurden. Buchsbäumchen wachsen als Strauch oder als Baum, sind in allen Teilen giftig. Durch sein besonders langsames Wachstum ist er charakterisiert durch sehr schweres und hartes Holz.

Neben der optischen Bereicherung unserer Gärten, findet der Buchsbaum in der Heilkunde Verwendung. In China gilt der Buchsbaum als Symbol für ein langes Leben. Bereits in der Antike wurden die Substanzen als Hausmittel eingesetzt gegen Husten, Magen- und Darmerkrankungen, Fieber sowie Malaria und Syphilis, da die Wirkung ähnlich der Therapie mit Chinin war. Aufgrund seiner giftigen Eigenschaften wird darauf allerdings heutzutage verzichtet. Lediglich in der Homöopathie kommt der Extrakt des Buchsbaums (Buxus sempervirens Extrakt) heute weiter zum Einsatz. Gewonnen wird die Substanz aus den Blättern und der Rinde des Buchsbaumes. Vorrangig werden die Substanzen des Buchsbaums als homöopathisches Arzneimittel gegen Rheuma verwendet. Bei der Einnahme muss peinlichst genau auf die Dosierung geachtet werden, da es bei einer Überdosierung zu starken Nebenwirkungen bis hin zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Die innere Anwendung kommt als homöopathische Dosis D3, d.h. in einer Mischung von 1:1000, zum Einsatz.

Neben der inneren Anwendung gegen rheumatische Erkrankungen kann man die Wirkstoffe des Buchsbaums auch äußerlich anwenden. Durch Hand- und Fußbäder kann durchaus ein positiver Heilungseffekt bei chronischen Hauterkrankungen eintreten. Als Umschläge eingesetzt, kann eine Schmerzlinderung bei rheumatischen Erkrankungen oder anderen schmerzhaften Gelenkerkrankungen wie z.B. Gicht erzielt werden. Die äußerliche Anwendung ist im Gegensatz zur innerlichen Einnahme vollkommen unbedenklich.